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By K. Zinganell (auth.), Dr. med. Klaus Zinganell (eds.)

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Das Gesundheitswesen in der Bundesrepublik Deutschland: Vorgestellt von Repräsentanten seiner wichtigsten Einrichtungen

Die wichtigsten Sektoren des schwer }berschaubaren deutschen Gesundheitswesens werden von den jeweiligen Repr{sentanten - additionally von Praktikern - vor- und dargestellt. Dadurch wird es f}r den Leser lebendig. Andererseits sind die Interdependen- zen so vielschichtig und die Zahl der Reformvorschl{ge f}r jeden Teilnehmer an der Versorgung mitGesundheitsleistungen so gro~, da~ der Leser nach der Lekt}re des Buches gegen}ber vermeintlichen Musterl|sungen noch skeptischer sein wird als zuvor.

Die Krankheiten der Speiseröhre: Ein Lehrbuch für Studierende, den Praktischen Arzt und den Spezialisten

1898 wurde auf meine Abteilung der Med. Klinik in Heidelberg eine 63jahrige Frau gelegt mit einem Leiden, wie es weder mein Chef, Geh. Rat ERB, noch einer meiner Mitarbeiter je gesehen hatten. Die Untersuchung ergab ein tiber faustgroBes Divertikel der Speiserohre. Die Frau starb den Hungertod. lch machte in ihrem Heimatort die Sektion (s.

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Leplat veroffentlichte eine franzosische Ubersetzung im Dezember des gleichen Jahres [55]. Koller, der mit dem Bericht in Heidelberg beriihmt wurde, hoffte nun, eine Stelle als Assistenzarzt in der Augenklinik des Allg. Krankenhauses in Wien zu erhalten. Auf Grund nicht ganz geklarter Umstande erhielt er diese Stelle aber nicht. Mit dazu beigetragen hat wahrscheinlich, daB er, der sehr temperamentvoll war, im Januar 1885 in einem Sabelduell einen Chirurgen schwer verwundete, der ihn als einen "unverschamten Juden" bezeichnet hatte und den er daraufhin geohrfeigt hatte [61].

Nach Kollers Veroffentlichung wurde in den verbleibenden 3 Monaten des Jahres 1884 Kokain als Lokalanasthetikum in der Urologie, Gynakologie, HNO-Heilkunde und allgemeinen Chirurgie ausprobiert und mit Erfolg angewandt [10,31,53,61,68]. Zu denjenigen, die in den USA die Lokalanasthesie weiter entwickelten, gehorte W. S. Halsted. Halsted spielte wohl die tragischste Rolle wahrend der gesamten Entwicklung der Lokal-, Infiltrations- und Regionalanasthesie. Er war 188432 Jahre alt und galt als einer der besten Chirurgen New Yorks [81].

KongreB der Deutschen Gesellschaft fUr Chirurgie berichtete er iiber seine Erfahrungen [5]. Nachdem "schwere Collapse, Atemstorungen und Todesfalle" bekannt geworden waren, wamte er eindringlich vor der unkritischen Anwendung der Riickenmarksanasthesie und der Verwendung des Kokains. Er sagte: "Ich ziehe aus der groBen Zahl von 1200 Operationen ... keinen anderen SchluB, als ... daB das Verfahren in dieser Form fur die allgemeine Verwendung unbrauchbar ist" und "Nach meiner Ansicht kann es vor allem 3 Wege geben, daB Verfahren fUr den allgemeinen Gebrauch wirklich nutzbar zu machen, namlich: 1.

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